Beitrag 7: Folklore auf der Puna Hochebene

Eigentlich sollte dieser Beitrag bereits von Bolivien handeln. Doch da war doch noch etwas in Argentinien

 

Wir schlitterten eher zufällig mitten in der Puna Hochebene in einen kleinen Dörfchen  auf 3700 meter höhe gelegen,mit Häusern aus grauen Lehmziegeln. Ein Aufenthalt in diesen Ort lohnt sich nicht stand im Reiseführer. Doch an diesem Tag  gab es eine  musikalische Folkloreveranstaltung.

 


Frauen im geschätzten Alter von 60 oder  70 Jahren betraten einzelnd, in ihrer bunten traditionellen Kleidung, bestehenden aus dicken Wollröcken, weiten Ponchos und den typischen Hüten die Bühne. 

Die Geschichten die sie Gesangsartig vortrugen und sich dabei selbst mit einer einhandtrommel rhytmisch begleiteten, klangen für uns so ungewöhnlich  als seien wir mitten in einem PowWow der Sioux Indianer, der zwischen ihren Tipis abgehalten wurde, gelandet.


Da es  eine vier köpfige Juri gab, war klar das es sich um ein Wettbewerb handeln musste.
Auch ältere Männer trugen ihren Gesang in dieser Form vor.


Eine schöne Atmosphäre umgab dieses Festival bei dem keine alkoholhaltige Getränke wie Bier oder Wein konsumiert wurde.


Als einzige Europäer waren wirauffällige Gäste unter den Zuschauern u d bekamen  ein  selbstgebrautes Maisgetränk, aus einem Tonkrug angeboten an dem bereits ein grosses Stück am oberen Gefäßrand herrausgebrochen war.  Auch wenn es nur 2 Einmalplastikbecher gab, aus dem sämtliche andere Gäste auch schon tranken, hatten wir es lobend ausgetrunken,
Doch so ganz traf das trübe selbstgebraute Maisgetränk allerdings nicht  unseren westeuropäische  Geschmacksnerv.


Währenddessen wurde eine alte Blinde Frau mit ihrer Einhandtrommel zum Mikrofon geführt. Sie hörte gar nicht mehr auf und lies sich auch nicht von den Moderatoren unterbrechen. Erst als ein Mann kam und ihr freundlich auf die Schultern klopfte beendete sie ihren Gesang.


Bei diesen Event gab es  natürlich auch diverse  andere traditionelle musikalische und tänzerische Darbietung. Z.b. von Männern mit ungewöhnlichen Flötenklängen oder einer junge Tanzgruppe in historischen Gewändern die alle unterschiedlich aussahen.

 

Am Tag davor und am Vormittag waren gar nicht weit entfernt, rote seltsam geformte Sandsteinformationen, bei denen wir blieben, um sie zu durchwandern.


Zwischen roten Gebirgsformationen ragten auch noch weisse schroffe Strukturen auf.


Diese Strukturen waren komplett aus Sand und wurden vom Regen geformt. Dazwischen gab es Spalten die das Wasser ausgehölt hatte.

So gerade eben konnte man sich dort noch hindurchzwängen. Brach eine Ecke ab, so konnten wir den Knubbel mühelos zu Sand zertreten.


Eine tief eingeschnitten rote Schlucht erregte dort ebenfalls unsere Aufmerksamkeit und lud uns förmlich ein diese zu durchstreifen.

Nachtplatz

Auf dem anschliesenden Weg zur Grenze sahen wir nicht nur rosa Flammingos sondern auch eine Gruppe rosa Löffler die im Wasser nach Nahrung suchten.

Flamingos
Rosa Löffler

Stunden später stand dort das Ortseingangsschild „Abra Pampa. “  in diesem kleinen staubigen Ort aus Lehmziegel begann 1935  die legendäre Ruta 40.  Erst vor 15 Jahren  wurde der Startpunkt der RN40  zum Bolivianischen Grenzort La Quiaca verlängert. Somit ist diese Strasse nun über 5000 km lang.

 

Grosser Pampashase
Vicunas

La Quiaca galt für uns als ein Endpunkt von Argentinien. Dieser Grenzübergang zur Bolivianischen Nachbarstadt Villazon bot ein ulkiges Prozedere.

Kleines Handgepäck

Da für Handgepäck keine Zollgebühr erhoben wurde, gab es  Heerscharen von Fussgänger die mit schwer beladenen Handkarren unkontrolliert die Grenzbrücke überquerten. Jegliche Art von Fahrzeuge wurden genaustens kontrolliert. Busreisende mussten ihre Rucksäcke sogar auf ein Röntgengerät legen.

5 Gedanken zu “Beitrag 7: Folklore auf der Puna Hochebene

  1. Hallo ihr Lieben,
    die Festival-Kultur scheint dort eine andere zu sein! Wie immer tolle Bilder und schön, dass ihr uns weiterhin an eurer Reise teilhaben lasst!

    Viel Spaß weiterhin!

    GlG Ralf und Petra

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  2. Schöne Geschichte, ein Singewettbewerb ohne Vermarktung, Werbung, Merchandising, richtig schön normal.
    Geologisch auch super interessant. Sintersand.
    BG
    Maren und Bernd

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