Beitrag 1: Einen Monat in Santiago de Chile

Der Spiegel des Mietwagen

Im Jahre 2019, übrigens ein strahlender Morgen im September, war es soweit. Nach einem 15 Stunden Flug setzten wir den ersten Schritt auf den Südamerikanischen Boden.

„ Für uns war es ein kleiner Schritt aber für die…….“

Einen Monat verbrachten wir in Chiles Hauptstadt Santiago, um ein geeignetes Fahrzeug für uns zu finden. In der ersten Woche benutzen wir dazu noch einen kleinen Mietwagen. Damit waren wir zwar recht mobil, hatten jedoch das Problem den Wagen nachts sicher zu parken. Denn anders als in der von uns gebuchten Wohnung angegeben war, gab es keinen Stellplatz für uns in der Tiefgarage. So blieb nur die Möglichkeit am Straßenrand vor dem Haus zu parken.

Einen morgen waren die Gläser der Außenspiegel nicht mehr da. Aber wir hatten eine Vollkasko Versicherung. Nur war in dieser Glas und Reifen ausgeschlossen. Da auch noch eine Radkappe abhanden gekommen war, hätte das bei der Autovermietung über 500 Euro gekostet. Deshalb verlängerten wir die Automiete um einen Tag.

Es war der Dienstag vor den beiden Nationalfeiertagen.

Jener Dienstag, an dem die Geschäfte bereits früh wieder schlossen. Der Spiegel war nicht vorrätig, aber man konnte diesen bestellen, für nächsten Montag.

E

Uns blieb keine andere Wahl als in der uns mittlerweile bekannten Straße der Gauner, dass Spiegelglas genau jenen Kleinganoven abzukaufen die es vermutlich auch von uns gestohlen hatten.

Koi Koi Koi, das in der folgenden Nacht nicht auch noch ein Seitenfenster eingeschlagen wird, wie wir es hier so oft bei anderen _Fahrzeugen sehen.

Wie wird man zum Multimillionär?

Das erste was wir lernen mussten war der Umgang mit den hohen Zahlen Nicht Zehner, Hunderter, oder Tausende. Nein hier hies es nun „ Schau mal wie günstig es kostet nur 385.600. – Oh da nehmen wir doch gleich zwei.“ Die Fahrzeugpreise bewegen sich hier sogar in den Bereich von mehreren Millionen.

Mitten im Herzen der Stadt befanden sich, in der Agustinas Straße, die Wechselstuben. Ganz Viele und alle Nebeneinander.

Davor tummeln, wahlweise auch lungerten, viele Menschen und warten anscheinend auf irgend eine Gelegenheit.

Ganz nach alter Bankräubertradition parkten wir direkt vor diesen Wechselstuben. Einer blieb im Auto sitzen, während der Andere die Wechselstube betrat. Denn wir tauschen viele tausend Euro ein. Das Geldzählen dauerte entsprechend lange, denn der größte Note war ein 20.000 Peso Schein. Dieser hatte einen Gegenwert von ca. 25 Euro. Nun kann man sich vorstellen welch ein Papierstapel Geld wir erhalten hatten. Mit diesen Bündel raus aus der Wechselstube um direkt in den Wagen einsteigen und sofort los fahren.

Nur wenige Meter weiter wurden wir von einer Polizeikontrolle gestoppt. Mit ernster Miene erfolgte sorgsam die Überprüfung der Fahrzeugpapiere und des Führerschein.

Während zeitgleich im Hintergrund ein Hütchenspieler seinen Spielstand aufgebaut hatte und einige Menschen sich um ihn versammelten.

Das dieser Trick noch funktioniert?

Doch es ging hierbei nicht um den üblichen Taschenspielertrick. Denn ausnahmslos Alle Umherstehenden gehörten zu dem Hütchenspieler. Kommt nun ein Fremder hinzu um zuzusehen wird plötzlich ein Gerangel verursacht. In dieser Verwirung wird den Fremden sein Portmonee aus der Tasche gestohlen.

Die Polizei sieht nichts denn sie waren mit der Fahrzeugpapierüberprüfung beschäftigt. Auch zwei mit kugelsicheren Westen ausgerüsteten Sicherheitsleuten die dort entlang spazieren sahen lieber woandershin.

Feiertagswoche

Der Mittwoch und der Donnerstag waren Nationalfeiertag. Wer konnte hatte Urlaub und Santiago verlassen, denn wirklich alles war geschlossen.

AKTUELLE BEITRÄGE

Wir nutzen diese Zeit mit diversen Besichtigungen Erklommen den 800 Meter hohen San Christobal mit der heiligen Madonna Statue

Auf jedem Kontinent haben die Bahai einen Tempel erbaut. Der für Südamerika beindruckt durch seine ungewöhnliche Architektur aus durchscheinenden Bauholglas.

Der Tempel für Europa steht übrigen in Frankfurt

Es kam der Freitag. Eigentlich kein Feiertag mehr. Trotzdem hatten nu wenige Geschäfte geöffnet. Samstag und Sonntag war sowieso geschlossen.

Gut eine Woche in der wir nichts erledigen konnten ging vorbei.

Erst am Montag erfolgten weitere Fahrzeugbesichtigung

Unter den WÖLFEN

Ohne eigenes Auto waren wir nun auf die U Bahn angewiesen. An diesem Montag war besonders viel Betrieb, da ja eine lange Woche vergangen war, in der alle Geschäfte geschlossen hatten.

Auch wir hatten vor einiges zu kaufen. Dazu mussten wir natürlich etwas mehr Geld mitnehmen.

Weil auch Probefahrten anstanden packten wir noch den Führerschein und Personalausweis ein

.

In der einfahrenden U Bahnen war es voll als wir einstigen. Wir waren deshalb sehr wachsam. Doch kurz bevor die Türe der U Bahn sich verschloss, stürmte noch ein Mann hinein, rempelte alle an, während der Zug sich sogleich in Bewegung setzte und man sich irgendwo festhalten musste um nicht das Gleichgewicht zu verlieren.

Das war genau der Moment indem fremde Hände ihren Weg in unseren, mit Reißverschluss gesicherten, Hosentaschen fanden. Wir hatten es unmittelbar danach bemerkt, doch zu spät. Es gab keine Chance mehr wenn diese überhaupt mal bestand.

Denn diese Taschendiebe jagen wie die Wölfe im Rudel. Das vorabauserkorene Opfer wird beobachtet. Sie sind mit ihren Smartphone Kopfhören und Mikrophonen untereinander in Kontakt. Damit besteht für das auserwählte Opfer keine Möglichkeit mehr zu entkommen. Von dem Zeitpunkt ist es nur noch eine Frage wo das Rudel zuschlägt.

Das Opfer wird von den Dieben eingekesselt und einer der Wölfe stiftet Verwirrung. Es ist wie im Tierreich wenn Löwen auf Jagd gehen.

Die U Bahn ist mit Videokameras überwacht und überall standen Sicherheitskräfte mit Schusssicheren Westen. Unser mittlerweile trainiertes Auge erkennt solche Wölfe nun. Sie lehnen lässig an der Mauer und tun so als ob sie in einem Zug einsteigen wollen. Bleiben aber doch draußen, wenn es noch kein passendes Opfer gibt. Die Sicherheitskräfte und die Kameras können das aber anscheinend nicht erkennen.

Fahrzeug kaufen

Da war er nun, Unser Neuer

Es gab nur eine geringe Auswahl an Campingkabinen. So das wir zuerst eine Kabine kauften und danach den passenden Pick Up. Wegen des hohen Gewichtes der Kabine entschieden wir uns für einen Ford F150 Automatik mit tausend Luxus Schnickschnack Sachen . Mit seinen 367 PS eigentlich ein viel zu mächtiges Teil für uns.

Nach einer gründlichen Wäsche sah er auch gleich ganz Anders aus.

Nun hatten wir unser Fahrzeug und Unternahmen in den nächsten Tagen unsere Testfahrten.

Es ging in die Berge auf über 3000 Meter Höhe

Endlich richtiges Terrain für uns und den Allrader

Keiner der „Stadtwölfe“die uns gefährlich wurden, sondern ein südamerikanischer Fuchs

Der Papierkram gestaltete sich für uns recht unübersichtlich.

Eine Blindarmoperation ist eigentlich ganz einfach, genau wie es auch ganz einfach ist eine A380 zu fliegen. . Wenn man weiß wie es geht.

Mittlerweile waren wir uns nicht mehr sicher ob es für uns leichter war die Blindarmoperation zu erlernen oder ob alles rund um die Fahrzeugpapiere einfacher war. Im Enddefekt wählten wir eine professionelle Hilfe. Eine Agentur, für die es eben ganz einfach ist, da diese eben weiß wie es geht.

In den Bergen ist die Landschaft karg

24 Gedanken zu “Beitrag 1: Einen Monat in Santiago de Chile

  1. Hallo ihr beiden wie geht’s Euch? Das hört sich echt nach viel Abenteuer an. Gute Fahrt mit Eurem neuen Auto! Ganz liebe Grüße von N, M, J und N.

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      1. Mit was fahrt Ihr denn da rum?
        Steht Ihr jetzt auf Neuwagen ?

        Solange er im Gelände was taucht … sei Euch verziehen 😉

        Gut,daß Ihr die Wölfe schnell durchschaut habt.
        Hoffe,daß das Lehrgeld nicht allzuviel war.

        Wünsche Euch noch tolle Abenteuer.

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  2. Was für ein Abenteuer wieder und ihr Mittendrin im Ganovenchaos. Geiles Fahrzeug habt ihr da.
    Deseo un bien viaje weiterhin. Passt auf euch auf. Liebe Grüße von dem mittlerweile 13 jährigen Devi und dem fast 11 jährigen Carlos. Besos

    Sina und Jens

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  3. Ich glaube Ihr seid beim Autowaschen über’s Ohr gehauen worden und die haben Euch irgend so einen neumodischen Kram untergejubelt. Hoffentlich bleibt Ihr künftig von Spiegelhändlern und Carwashbetrügern verschont! Liebe Grüße, Iris & Maik

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  4. Hey, was für ein extrem spannender Monat!! Ihr habt es wieder mal hingekriegt, bin auf die Forzsetzung gespannt! Auto ist ja nicht so hübsch, aber bestimmt geil zu fahren;-)

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  5. Das fängt ja mal wieder gleich spannend an bei euch! Und könnt hr mit so einem Neuwagen überhaupt umgehen?
    Ich wünsche euch ne tolle Zeit und freue mich auf die Reiseberichte!
    Ganz lieben Gruß!
    Philip

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  6. Hola , wie geht es denn weiter ? Richtung Süden oderNorden ? Wenn zuerstRichtung Süden bist recht herzlich eingeladen bei uns zu verweilen . Kenne Dich vom Busfreaksforum . Ich und meine Frau leben bei las trancas 500 km südlich Santiago mitten im Wald . Platz haben wir genug und freuen unsimmer auf Reisende. Saludos Cecy und Schorsch

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      1. Hola , das ist ja mal eine Sache . Leider heute erst gesehen . Kontakt geht auch über FB . George Herges oder Whattsapp +56 9 7968 0507 Saludos desde Chile

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